Kalziumstoffwechsel

Produktname

PTH 1-84 Intact, Human

Kat-Nr.8044
Bereich7 - 210 pg /ml
Sensitivität1.57 pg/ml
Inkubationszeit3.5 Stunden
Probenmenge25 µl
Probentyp

Serum, EDTA Plasma

Probenvorbereitung

Serumproben können bei 2-8°C bis zu 8 Stunden gelagert werden.
Bei -20 °C oder kälter gelagerte Serumproben sind bis zu 4 Monaten stabil.

Referenzwerte

10.4 – 66.5 pg/ml

Spezies

Human

Kreuzreaktion

Human PTH 1-34: 2%; Human PTH 39-84: 0.02%

Standards

Synthetisches Human Intact PTH 1-84

Spezifität

Gegen human PTH 39-84 und PTH 1-34 gerichtete Antikörper detektieren intaktes PTH

Tests96 Tests
MethodeELISA
Anwendung

PTH (Parathormon, Parathyrin, Parathyroidhormon) wird in den Nebenschilddrüsen als Präproparathormon, eine größere molekulare Hormonvorstufe, die aus 115 Aminosäuren besteht, biosynthetisiert. Das Präproparathormon wird nach einer sequenziellen intrazellulären Spaltung einer Sequenz von 25 Aminosäuren in die Hormonvorstufe Proparathormon, ein Polypeptid aus 90 Aminosäuren, umgewandelt. Durch weitere proteolytische Modifikationen wird das Proparathormon in Parathormon, ein Polypeptid aus 84 Aminosäuren, umgewandelt. Die Regulierung der Parathormonsekretion erfolgt durch eine negative Rückkopplungswirkung des Serumcalciums auf die Nebenschilddrüsen. Intaktes PTH ist biologisch aktiv und wird mit einer Halbwertszeit von weniger als vier Minuten rasch aus dem Kreislauf eliminiert. PTH wird hauptsächlich peripher insbesondere in der Leber, aber auch in den Nieren und Knochen proteolytisch gespalten, wobei N-terminale sowie längerlebige C-terminale und midregionale Fragmente entstehen. Die Bestimmung von PTH ist für die Abgrenzung des primären Hyperparathyreoidismus von anderen (nicht durch die Nebenschilddrüsen bedingten) Ursachen der Hyperkalzämie wie maligne Gewebeveränderungen, Sarkoidose und Hyperthyreose von großer Bedeutung. Die Messung des Parathormons ist das spezifischste Verfahren zur Diagnose eines primären Hyperparathyreoidismus. Liegt eine Hyperkalzämie vor, kann bei einem gleichzeitig angehobenen Parathormonspiegel die Diagnose gestellt werden. Bei über 90 % der Patienten mit primärem Hyperparathyreoidismus ist die Konzentration des Parathormons erhöht. Die häufigste sonstige Ursache einer Hyperkalzämie, eine maligne Basiserkrankung, geht mit verminderter
Konzentrationen des Parathormons bzw. PTH-Konzentrationen innerhalb des Normbereichs einher. Werden die Konzentrationen von intaktem PTH (iPTH) und Serumcalcium im Zusammenhang dargestellt, ist der bei Patienten mit einer durch Malignome bedingten Hyperkalzämie festgestellte iPTH-Spiegel fast immer unverhältnismäßig niedrig, wenn diese Werte im Zusammenhang mit den erhöhten Serumcalciumspiegeln interpretiert werden. Im Gegensatz zu C-terminalen und midregionalen Fragmenten, deren Werte bei Personen mit Niereninsuffizienz typischerweise extrem erhöht sind, zeigen iPTH-Assays eine weniger starke Beeinflussung durch die abnehmende Nierenfunktion. PTH-Werte sind bei einer Hypokalzämie bedingt durch totalen Hypoparathyreoidismus typischerweise nicht nachweisbar. Die PTH-Werte liegen jedoch innerhalb des Normbereichs bei einer durch partiellen Verlust oder Hemmung der Nebenschilddrüsen-Funktion bedingten Hypokalzämie. Neuere Studien zeigten die Existenz eines großen „nicht PTH 1-84 Fragments“, dem ein Teil des Amino-Terminus fehlt. Alle „Intact PTH“- Assays kreuzreagieren mit diesem Fragment. Es wurde aufgezeigt, dass dieses Fragment bei Dialyse-Patienten zu fälschlich erhöhten PTH Konzentrationen führen kann. Aus diesem Grunde wird empfohlen, den „Bioactive Intact PTH“-Assay für Dialyse-Patienten zu verwenden.

Produktinformation

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