Nierenerkrankung

Produktname

α-GST, Human Urin, Serum, Plasma

Biomarker zur Erkennung einer Schädigung der proximalen Nierentubuli

Kat-Nr.TE1056
Bereich2,5 - 80 μg/l
Sensitivität1,9 μg/l
Inkubationszeit2 Stunden
Probenmenge100 µl
Probentyp

Urin 100 µl (empfohlene Erstverdünnung 1:2)

 

Probenvorbereitung

Urin: Verwendung von Nachturin oder 24-Stunden-Sammelurin wird empfohlen. Nach der Probengewinnung sollte die Probe so schnell wie möglich mit Stabilisierungspuffer (USB) verdünnt werden. Nach der Zugabe des USB können die Proben bei 20-25 °C bis zu 48 Stunden, bei 2-8 °C bis zu einer Woche oder bei - 20 °C länger als 1 Jahr gelagert werden.

Mehrfaches Einfrieren der Proben sollte vermieden werden.

 

Serum, Plasma: (empfohlene Erstverdünnung 1:5)

 Innerhalb von 3 Stunden nach der Probengewinnung die Proben zentrifugieren und zur Lagerung aus den Originalröhrchen in neue Röhrchen überführen. Die Proben können bei 20 – 25 °C bis zu 48 Stunden, bei

2 – 8 °C bis zu einer Woche oder bei -20 °C länger als 1 Jahr gelagert werden. Mehrfaches Einfrieren der Proben sollte vermieden werden.

Referenzwerte

Urin: 0 – 29,0 μg/l

Serum, Plasma: 0-12 μg/

Spezies

Human

Kreuzreaktion

Kein Nachweis einer Kreuzreaktivität mit µ-GST bei 500 µg/l oder
π-GST bei 500 µg/l

Tests96
MethodeELISA
Anwendung

α-GST ist ein Mitglied der GST-Oberfamilie von kleinen zytosolischen Proteinen, die in erster Linie an zellulären Entgiftungsreaktionen beteiligt sind. α-GST ist etwa 51 kDa schwer und kann bis zu 2 % des löslichen Proteingehalts im Zytosol ausmachen. Infolge ihrer konstitutiven Natur wird α-GST sofort bei der Lyse von Epithelzellen des proximalen Tubulus in den Urin freigesetzt.

Der α-GST EIA dient zur quantitativen Bestimmung der alpha-Glutathion-S-Transferase (α-GST) in Humanurin. Außerdem kann der α-GST EIA auch zur Bestimmung von α-GST in Humanserum und –plasma eingesetzt werden, um eine Leberschädigung zu beurteilen.

Erhöhte α-GST-Spiegel im Urin sind ein früher Indikator für die Entwicklung einer akuten Nierenschädigung (AKI) in Fällen von Nephrotoxizität, Umwelttoxizität, Herz- und Thoraxchirurgie sowie Transplantatabstoßung. Die Freisetzung von π-GST ist nachweislich mit einer Schädigung des distalen Tubulus assoziiert; daher ermöglicht eine gleichzeitige Messung von α-GST und π-GST die Unterscheidung zwischen einer Schädigung des proximalen und des distalen Tubulus. Niedrige Basalspiegel von α-GST finden sich auch bei gesunden Menschen.

Produktinformation

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