| Probenvorbereitung |
Es wird aufgrund von tageszyklischen Schwankungen empfohlen, die Blutprobe zwischen 7.30 Uhr und 12.00 Uhr abzunehmen. Blut bei 2 – 8°C gerinnen lassen. Danach sollte das Serum schnell, vorzugsweise in einer gekühlten Zentrifuge, getrennt und bei -15°C oder tiefer gelagert werden. Serumproben können bis zu 24 Stunden bei 2 – 8°C gelagert werden. Bei -15°C eingefrorene Serumproben bleiben bis zu 12 Monate stabil. Wiederholtes Einfrieren und Auftauen der Proben vermeiden. Wenn eine langfristige Lagerung der Proben vorgesehen ist, wird empfohlen, die Proben vor dem Einfrieren zu aliquotieren. Proben bei Raumtemperatur auftauen und vorsichtig mischen. Keine stark hämolytischen oder lipämischen Proben verwenden. |
| Anwendung |
Erythropoietin (EPO) ist ein stark glycosiliertes Protein. Die Quantifizierung des Erythropoietin-Serumspiegels dient als diagnostisches Hilfsmittel bei der Ursachenbestimmung von Anämien bzw. Erythrozytosen. Aplastische Anämien, hämolytische Anämien und Anämien aufgrund von Eisenmangel führen alle zu erhöhten Konzentrationen von EPO im Serum. Dagegen sind EPO-Spiegel von Patienten mit sekundärer Anämie aufgrund von Niereninsuffizienz und anderen Erkrankungen wie AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) für den Grad der Anämie im Allgemeinen unangemessen niedrig. Einige Tumore produzieren EPO. In solchen Fällen kann EPO als Tumor-Marker zur Therapieeffizienz-Kontrolle eingesetzt werden. Mit Beginn der Verabreichung rekombinanten Erythropoietins als biologische Therapie zur Vermehrung der Erythrozytenmasse, werden Erythropoietin-Assays auch unterstützend bei der Prognose und Kontrolle der körpereigenen Antwort auf eine rekombinante Erythropoietin-Behandlung bei anämischen Personen eingesetzt. |