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Wachstumstoffwechsel

Produktname IGF‐II Human

Insulin like Growth Factor - II

Kat-Nr. E30
Bereich 0.45 bis 9 ng/ml (3600 ng/ml nach 1:401 Verdünnung)
Sensitivität 0.02 ng/ml
Inkubationszeit 2.75 hours RT
Kalibration WHO NIBSC 96/538
Probenmenge 5 µl (Serum und Plasma 1:401 verdünnen)
Probentyp

Serum, Plasma, Urin, Speichel, Liquor, Zellkulturmedium.

Probenvorbereitung

Generell sollten die Proben so schnell wie möglich nach der Abnahme gekühlt werden. Längere Lagerung bei -20°C oder kälter. Wiederholtes Auftauen und Einfrieren ist zu vermeiden.

Referenzwerte

IGF-II Werte sind abhängig vom Alter. Eine detaillierte Tabelle der Referenzwerte in Serum ist in der Testvorschrift publiziert. Die IGF-II Werte in anderen Körperflüssigkeiten und Zellkulturmedium können davon stark abweichen.

Spezies

Human

Tests 96 Tests
Methode ELISA
Produktinformation - Kreuzreaktionen alle Spezies (pdf-File 71 kb)
Anwendung

Die Insulin-like growth factors (IGF)-I und –II spielen eine Schlüsselrolle bei der Regulation von Proliferation und Differenzierung verschiedener Gewebe. IGF-I ist mit Somatomedin C identisch und hat ein Molekulargewicht von 7469 Dalton. Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die IGF-II Expression im gesunden Menschen sind das Wachstumshormon und die Ernährung. Die IGF-II Synthese in spezifischen Geweben wird durch eine Vielzahl von Hormonen und anderen Peptid-Wachstumsfaktoren beeinflusst. Im Gegensatz zu vielen anderen Peptidhormonen sind IGFs mit hoher Affinität an spezifische Bindungsproteine (IGFBP) gebunden, neben den IGFBP1-6 auch an IGFBP-related Proteins. Sie binden entweder IGF-I und IGF-II mit ähnlicher Affinität oder weisen eine Präferenz für IGF-II auf. Die direkte Bestimmung von IGF-II in unbehandelten Serumproben führt zu falschen Ergebnissen, da auf Grund der extrem langsamen Dissoziation des IGF/IGFBP Komplexes während der Assay-Inkubationszeit nur ein Teil des vorhandenen IGF-II an die Antikörper bindet und damit detektiert werden kann.

Der vorliegende Assay ist einfach und schnell durchzuführen und weist keine Abhängigkeit von der IGFBP-Konzentration auf: Er basiert auf der hohen Spezifität der Antikörper für IGF-II. Diese ermöglicht es, durch die Ansäuerung der Probe natives IGF-II aus dem Bindungskomplex zu lösen und die freigewordenen Bindungsproteine mit IGF-I zu komplexieren, so dass das IGF-II aus der Probe frei in der Lösung vorliegt.
Der Assay eignet sich für wissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen neonataler Hypertrophie oder Hypotrophie (IGF-II ist ein letaler Wachstumsfaktor) und Malignomerkrankungen (IGF-II ist ein onkogener Wachstumsfaktor).
IGF-II ist geeignet zur Differentialdiagnostik bei verschiedenen maligenen Erkrankungen. E.g. kann an Hand von IGF-II zwischen adrenocorticalen Tumoren und Adenomen differenziert werden. Auch beim Prostatakarzinom kann durch die Messung von IGF-II im Serum das Tumorstaging sowie die Differenzierung zwischen Karzinom und Hyperplasie verbessert werden. Publikationen aus der Neurologie zeigen, dass das IGF-System auch bei der Entwicklung vom Morbus Alzheimer und Parkinson von Bedeutung ist.

Knochenparameter, Angiogenese, Tierassays, Spezielle Parameter, Knochenstoffwechsel, Kalziumstoffwechsel, KnorpelstoffwechselZurück zur Übersicht      Druckansicht
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