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Biomembran Wundheilung

 INTERAKTIVE BIOMEMBRAN AUS CRYSTALCELL 77™

Veloderm ist eine biologische polymerische Membran, die mit Hilfe eines hochentwickelten und patentierten biotechnologischen Verfahrens aus Cellulose-Mikrofibrillen gewonnen wird. Dieser spezielle Cellulosetyp, der die Bezeichnung CRYSTALCELL 77™ trägt, zeichnet sich durch einen niedrigen Polymerisationsgrad und einen hohen Kristallinitätsgrad aus,
wodurch das Produkt eine optimale Leistung mit hervorragenden klinischen Ergebnissen erzielt. Wenn Veloderm mit einer physiologischen Lösung befeuchtet wird, entwickelt es Eigenschaften in Bezug auf Lichtdurchlässigkeit, Dicke, Flexibilität, Dichte und Permeabilität, die der normalen menschlichen Haut ähnlich sind. Die Membran ist besonders wasdurchlässig, bleibt jedoch undurchlässig für Wasser und Bakterien. In direktem Kontakt mit Exsudat erhöht sich die Wasserdampfdurchlässigkeit von Veloderm deutlich. Nach der perfekten Anhaftung an das Wundbett bewirkt Veloderm einen Versiegelungsprozess, der die Wunde vor Schmutz und Krankheitserregern schützt, Schmerzen lindert und eine ideale Mikroumgebung für Granulation und Reepithelialisierung schafft. Veloderm kann das korrekte Fibroblastenwachstum begünstigen und ist daher ideal geeignet, um eine schnelle und optimale Heilung von Wunden, die eine geschädigte Dermis aufweisen, zu fördern. Veloderm löst sich automatisch von der Haut ab, sobald die Reepithelialisierung abgeschlossen ist. Mit Ausnahme von speziellen Fällen ist bei akuten Wunden normalerweise eine einzige Applikation für die Wundheilung ausreichend. Bei chronischen Wunden können jedoch mehrere Wechsel oder ein partieller Austausch von Veloderm erforderlich sein, wenn die Biomembran beschädigt oder eingerissen ist, da diese Wundtypen im Allgemeinen mehr Zeit benötigen, um vollständig zu heilen.

VERWENDUNGSZWECK
Veloderm dient als temporärer Hautersatz, immer wenn ein Verlust der oberflächlichen Schichten auftritt. Sie eignet sich daher sowohl für die Behandlung von akuten als auch chronischen Wunden, bei denen ein Substanzverlust vorliegt, wie beispielsweise bei Geschwüren und Hautwunden jeglichen Ursprungs, Verbrennungen, Abschürfungen, Operationswunden, strahlungsbedingten Verbrennungen, Entnahmestellen für Hauttransplantationen, Hautläsionen bei Lyell-Syndrom etc. Im Fall von chronischen
Wunden muss die Applikation von Veloderm und/oder einem anderen lokalen Verband mit einer geeigneten allgemeinen und kausalen Therapie kombiniert werden, die auf der Prophylaxe und Behandlung der spezifischen Grunderkrankung, die zur Entstehung des Ulcus führte, basiert und von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird.

 INDIKATIONEN

  • Akute Läsionen bis zu Grad II gemischt oberflächlich – tief .
  • Chronische Läsionen, wenn zumindest partiell Granulationsgewebe sichtbar ist.
  • Chronische und akute Läsionen jeder Tiefe, nachdem die proliferative Phase (Oberflächenbildung) eingesetzt hat.

ANWENDUNGSVORSCHRIFT

  1. Veloderm kann von medizinischem, pflegerischem oder sorgfältig geschultem Fachpersonal appliziert werden.
  2. Die Wunde gründlich desinfizieren und reinigen und nekrotisches Gewebe, Gewebsreste und Schorf entfernen.Dies sollte unter Beachtung der Läsionscharakteristika durch Débridement oder Bürsten der Wunde erfolgen. (fig.1).
  3. Überprüfen, ob die Wundcharakteristika jenen entsprechen, die unter dem Abschnitt „INDIKATIONEN“ aufgeführt sind.
  4. Die Biomembran vorsichtig aus der sterilen Verpackung entnehmen und eine bakterielle Kontamination vermeiden.
    Die Veloderm Biomembran kann beidseitig verwendet werden. (fig.2).
  5. Veloderm muss mit einer Kochsalzlösung befeuchtet werden (fig.3). NB: Veloderm kann entweder vor der Applikation befeuchtet werden oder sie kann in trockenem Zustand auf eine nasse Wunde appliziert und dann mit einer Kochsalzlösung hydratisiert werden. Wenn die abzudeckende Wunde größer als eine einzelne Veloderm Biomembran ist, ist es möglich, zwei oder mehrere Biomembranen nebeneinander zu platzieren. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die Ränder der Membranen um etwa 0,5–1 cm überlappen.Veloderm kann auch unter Verwendung von sterilen Instrumenten zurechtgeschnitten werden, um die Form der Biomembran der Wunde genauer anzupassen oder um kleinere Abschnitte als die in der Packung vorliegenden Membranabschnitte herzustellen. Die applizierte Biomembran sollte größer als die Wunde sein und die Ränder des Verbands sollten über die Ränder der Läsion (je nach Fall um etwa 1–2 cm) hinausgehen, um einen entsprechenden Schutz zu gewährleisten.
  6. Durch sanftes Andrücken mit einer nassen Gaze sicherstellen, dass der Biofilm sich völlig an das Wundbett anpasst und anklebt. Diese Verfahrensweise hilft auch, die Luft zwischen der Wunde und der Biomembran zu verdrängen, die möglicherweise die positive Wechselwirkung mit dem Wundbett behindern könnte. Die vollständige Adhäsion zwischen Wundbett und Biomembran ist von größter Bedeutung, um ein gutes Heilungsergebnis zu erzielen (fig.4).
  7. Schutz und Sicherung von Veloderm:
    1. Akute oder chronische Wunden mit keiner oder geringer Exsudation: Die Haftung von Veloderm an das Wundbett kann einfach sichergestellt werden, indem der Biofilm durch einen leichten, nicht okklusiven Wundverband geschützt wird. Später ann der Wundverband bei akuten Wunden entfernt werden, wenn kein echtes Risiko eines mechanischen Traumas besteht, und Veloderm kann sogar bei direktem Kontakt mit der äußeren Umwelt belassen werden. Bei chronischen Wunden ist Veloderm jedoch in allen Fällen mit einem Wundverband zu schützen (fig.5).
    2. Akute oder chronische Wunden mit moderater Exsudation: Veloderm muss mit Hilfe von Fettgaze oder einer wenig oder nicht haftenden Gaze appliziert und anschließend mit einem geeigneten nicht okklusiven Wundverband abgedeckt werden (fig.6).
    3. Akute oder chronische Wunden mit signifikanter Exsudation: Nach der Applikation von Veloderm mit Hilfe von Fettgaze oder einer wenig oder nicht haftenden Gaze ist es empfehlenswert, einen hochabsorbierenden Sekundärverband anzubringen
    (zum Beispiel Aktivkohle, Polyurethanschaum, Hydrofaser, Alginat). Darüber sollte ein geeigneter nicht okklusiver Verband angelegt werden (fig.7).
  8. Verlaufskontrolle: Nachfolgende Kontrolluntersuchungen sollten der Menge des Exsudats entsprechend angesetzt werden:
    1-3 Tage bei starker oder moderater Exsudation, 7–10 Tage bei Wunden, die nur wenig oder kein Exsudat bilden. Bei Kontrolluntersuchungen muss Veloderm nur ersetzt werden, wenn der Biofilm schwer beschädigt oder verschlissen ist. Ansonsten sollte der Biofilm in situ belassen werden und schließlich den sekundären Verband ersetzen.
  9. Veloderm löst sich automatisch ab, sobald die Reepithelialisierung abgeschlossen ist. Der Biofilm muss nicht abgezogen werden.
    Bei schwach exsudierenden akuten Wunden ist im Allgemeinen eine Applikation ausreichend, um eine erfolgreiche Heilung zu erzielen.
  10. Veloderm kann leicht und schmerzfrei entfernt werden (beispielsweise im Fall einer Infektion oder einem anderen Grund), wenn sie vollständig durchnässt ist (von Exsudat oder Kochsalzlösung).
  11. Niemals Veloderm Biomembran mit adhäsivem Material abdecken. Bei Kontakt mit adhäsivem Material werden die semipermeablen Eigenschaften von Veloderm  beeinträchtigt.
Veloderm_Anleitung_DE.jpg
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