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Kalziumstoffwechsel Produktdetails

Produktname FGF-23 Intact, Human

Fibroblasten-Wachstumsfaktor 23 Intakt

Kat-Nr. 60-6500
Bereich 6 – 200 pg/ml (kann bis zu 650 pg/ml erhöht werden)
Sensitivität 1.0 pg/ml
Inkubationszeit 3.5 Stunden
Probenmenge 150 µl
Probentyp

EDTA-Plasma, Zellkultur

Probenvorbereitung

Empfohlen wird die Probenahme am Morgen nach 12-stündigem Fasten. Intakter FGF-23 ist höchst instabil. Probenahme und Testdurchführung oder Lagerung sollten daher prompt erfolgen. Proben gefroren bei -20°C oder tiefer lagern, wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.

Referenzwerte

7 – 29.3 pg/ml

Spezies

Human

Spezifität

Die Antikörper erkennen die FGF–23 Aminosäuren 186 – 206 resp. 51 – 69.

Tests 96 Tests
Methode ELISA
Produktinformation - Testvorschrift (pdf-File 46 kb)
- Kreuzreaktionen alle Spezies (pdf-File 71 kb)
- Knochen- und Knorpel Stoffwechsel (pdf-File 1,019 kb)
- Information: FGF23 and Klotho (pdf-File 214 kb)
Anwendung

FGF-23 Fibroblast Growth Factor 23

Wird gebildet in Osteoblasten Vorläuferzellen und ist ein wichtiger Regulator des Phosphat- und Vitamin D Stoffwechsels.

Phosphat ist essentiell für die Stabilität der Skelettknochen und den Energiestoffwechsel aller Zellen, für die DNA Synthese und intrazelluläre Signalkaskaden.

FGF-23

hemmt die Phosphatrückresorption im proximalen Tubulus zusammen mit dem Cofaktor Klotho via FGF-23 Rezeptoren (vermehrte Phosphatausscheidung, Erniedrigung des Serumphosphats) und vermindert die Calcitriolsynthese durch Hemmung der Alpha 1 Hydroxylase.

FGF-23 in der Osteologie

FGF-23 ist an einer Reihe von Erkrankungen beteiligt, die mit Hypophosphatämien durch renalen Phosphatverlust einhergehen. Die Krankheitsbilder weisen überdies eine deutlich reduzierte Cacitriolsynthese und eine Osteomalazie bzw. Vitamin-D-resistente Rachitis auf

  1. tumorinduzierte Osteomalazie / Hypophosphatämie (TIO; paraneoplastische Überexpression von FGF-23)
  2. autosomal-dominante Hypophosphatämie (ADHR ; aufgrund einer Mutation im FGF-23 Protein kann FGF-23 durch Endopeptidasen nicht inaktiviert werden)
  3. X-chromosomale Hypophosphatämie (XHL, Mutation im abbauenden Enzym(PHEX))
  4. kraniofasziale Dysplasie mit Hypophosphatämie (erhöhte FGF-23 Spiegel durch Mutation des FGF-Rezeptor 1)
  5. fibröse Dysplasie des Knochens (Überproduktion von FGF-23 durch Mutation in der G-protein Subunit G5a/GNAS1)

FGF-23 in der Nephrologie

  1. erhöhte FGF-23 Werte finden sich bei chronischer Niereninsuffizienz und zeigen eine negative Korrelation mit der GFR.
  2. erhöhte FGF-23 Spiegel können einen normalen Serum-Phosphatspiegel bei einer sich entwickelnden chronischen Niereninsuffizienz solange aufrecht erhalten bis die Kreatinin Clearance auf etwa 30 ml/min reduziert ist und eine Hyperphosphatämie aufgrund einer Erschöpfung des Regulationsmechanismus bei gleichzeitig erniedrigtem Calcitriol und sHPT entsteht.
  3. Monitoring von FGF-23 und Serum Phosphat in der Frühphase der chronischen Niereninsuffizienz erlaubt ggf. die frühere Einleitung einer phophatsenkenden Therapie
  4. Kreatinin im Normbereich schliesst eine Störung des Phosphatstoffwechsel nicht aus
  5. in der im August 2008 publizierten Studie ArMoRR von Gutierrez et al. konnte gezeigt werden, dass die Höhe des FGF-23 Spiegels zu Beginn der Hämodialyse-Therapie einen unabhängiger Risikomarker darstellt. Patienten im höchsten FGF-23 Konzentrationsbereich entwickelten innerhalb eines Jahres ein 5,7fach höheres Mortalitätsrisiko.
Keywords

FGF 23 Intact, ELISA, Fibroblasten, Wachstumsfaktor 23, Regulator Phosphathomöostase, Dialyse, Arteriosklerose, Knochenmineral, sekundäre Hyperparathyreoiden

Knochenparameter, Angiogenese, Tierassays, Spezielle Parameter, Knochenstoffwechsel, Kalziumstoffwechsel, KnorpelstoffwechselZurück zur Übersicht      Druckansicht
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