| Anwendung |
Die Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktoren IGF-I und IGF-II sind im Blutkreislauf an spezielle Bindungsproteine (IGFBPs) gebunden. Bisher wurden sieben verschiedene Bindungsproteine anhand ihrer Aminosäuresequenz indentifiziert und als IGFBP-1 bis IGFBP-7 klassifiziert. Im Blut überwiegt IGFBP-3, das hauptsächlich zur Regulierung der IGF-I und –II Konzentration dient. Im Gegensatz zu den anderen Bindungsproteinen haben IGFBP-3 und IGFBP-5 die Eigenschaft, neben IGF-I und –II noch eine säurelabile Untereinheit (acid-labile subunit, ALS) zu binden. Somit liegt IGFBP-3 fast vollständig in Form dieses hochmolekularen ternären Komplexes vor, es finden sich aber auch geringe Mengen freies IGFBP-3 im Blut.
Mutationen im ALS Gen führen zu IGF-I / IGFBP-3 Mangel, durch den Wachstumsstörungen entstehen können. So führt der totale Verlust des ALS zu moderaten Wachstumsstörungen. Neben Wachstumsstörungen wird aber auch der Energiestoffwechsel von IGF-I bzw. dem ternären Komplex beeinflusst, so trat bei primären ALS Mangel eine Hyperinsulinämie auf. Desweiteren scheint das HGH-IGF-IGFBP-System auch im Hinblick auf koronare Erkrankungen von Bedeutung zu sein.
ALS dient als Ergänzung zu den IGF-1, IGFBP3 Messungen und damit zur Beurteilung von Wachstumshormonmangel und –überschuss. |